Eifel Rheinland-Pfalz Wandern

Rund um den Laacher See auch die Woche über ganz schön was los .....

Laacher See von oben

Auf dem Rückweg von unserem Eifeltrip haben wir das noch mitgenommen.

Gelaufen am        :
2018-05-08 (Dienstag)
Start                     :
10:40
Streckenlänge     :
10.4 km
Steigung              :
167 m (↑ ↓)
Link zu GPSies    :
GPS-Download   :
Quelle                   :
Dieter Siegers et. al., Rother Wanderführer Eifel, 7. Auflage 2013, Wanderung Nr. 36
Angabe f. Navi    :
Bei Google-Maps : Laacher See
Parken                 :

Auch an unserem 5-ten Wandertag lachte die Sonne vom Himmel herab. Leider mußten wir unser Hotel am Brünnchen in Oberbaar verlassen, denn unser Wanderurlaub war vorbei. Wir waren im Hotel auch die letzten Gäste. Alle anderen waren wegen eines Autorennens am Nürburgring nur über das Wochenende gekommen. Einige sind dafür sogar aus England angereist, die brauchten dann alleine für die Rückfahrt bis Dover 11 h Fahrzeit.

Bei der Abreise am Hotel.

Wir hingegen hatten es etwas näher und konnten auf der Heimreise noch eine Wanderung „mitnehmen“. Den Laacher See hatten wir uns als Ziel ausgesucht und wollten ihn umrunden. Am Wochenende sollte man da nicht hinfahren, dann ist die ganze Gegend ziemlich überlaufen. Da ich in Neuwied aufgewachsen bin, habe ich die Runde schon mehrfach gemacht. Auch Petra war früher schon mal da, damals noch mit Motorrad.

Nach einer knappen halben Stunde waren wir von Oberbaar aus am Parkplatz angekommen. Der war gebührenpflichtig, es waren auch schon einige andere Autos da, aber noch kein Parkplatzwächter. Einen Parkscheinautomaten fanden wir auch nicht. Also starteten wir unsere Wanderung entlang des Sees ohne Parkschein. Der erste Teil ging durch Wald und vom See war nichts zu sehen, also ziemlich langweilig. Bald mußten wir jedoch etwa 160 m aufstiegen, um zu einem Aussichtsturm zu gelangen. Den Lydiaturm wollten wir besteigen.

Vor dem Turm wartete ein freundlicher Hund auf uns. Er war ganz alleine, sehr brav und guckte nur nett. Wir stiegen rauf und begegneten seiner Besitzerin. Die war als Schatzsucherin (Geo-Caching) unterwegs, ihren Hund haben wir sehr gelobt. Von oben hat man eine fabelhafte Aussicht. Wir fanden es schon etwas kurios das Petra und ich in Summe wohl sicherlich schon 10 mal am Laacher See waren, von dem Turm aber beide nichts wußten.

Der Turm ist schon älter (1896), vor 30 Jahren mußte er aufgestockt werden, da die Bäume so hoch gewachsen waren, das die Turmspitze in den Wipfeln verschwand. Also setzte man eine 7 m hohe Holzkonstruktion oben drauf und nun kann man wieder den Laacher See erblicken.

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Wir stiegen vom Turm herab, liefen runter zum See und setzten dessen Umrundung fort. Die Strecke wurde hinter dem Campingplatz viel schöner, da man gelegentlich bis an Ufer gehen konnte und Ausblick auf See und Kloster hatte. Von mehreren, zum Ufer parallel laufenden Wegen nahm ich den, der dem Ufer am nächsten lag. Es war zwar nicht der Hauptweg, aber ich fand ihn am schönsten. Unterwegs kam mir sogar ein Pferd mit seiner, allerdings abgestiegenen Reiterin entgegen.

Ein Teil des Seeuferweges ist Bestandteil eines Traumpfades, des Pellenzer Seepfades. Der wäre uns allerdings für heute zu lang gewesen. Nach der fast vollständigen Umrundung des Sees erreichten das Kloster Maria Laach. Dort machten wir eine kleine Mittagspause. Auf eine lohnenswerte Besichtigung des Klosters verzichteten wir (haben wir beide schon gesehen) und wanderten zum Parkplatz zurück.

Dort angekommen stellten wir fest, das mittlerweile auch ein Parkwächter anwesend war. Ich sprach ihn an mit : „Hallo, schönen Tag. Sie können mir sicher sagen was ich für den Parkplatz zu zahlen habe.“ Er zuckte nur mit den Schultern, schaute mich gross an und meinte : „Ich nicht Deutsch sprechen“. Na, da war wohl nichts zum machen.

Wir gingen zum Wagen. Dort hing ein Formular am Auto auf dem stand, das der Wagen registriert worden sei und das man sich bei uns melden würde. Wir entledigten uns unserer Wanderschuhe und machten uns abfahrbereit. Da kam der Parkwächter angerannt, winkte mit einem Handy und zeigte uns ein Photo unseres Wagens. „Dein Auto“, fragte er und deutete auf das Handy. Als ich nickte sagte er noch : „3 Euro“. Damit war sein Wortschatz erschöpft. Ich zahlte und irgendwie tat mir der arme Mann leid.

Wir fuhren zurück nach Leichlingen und kamen dort um 15 Uhr an, rechtzeitig genug um dem Berufsverkehr um Köln herum aus dem Wege zu gehen (fahren).

Mein Fazit : Schöne Wanderung, bei der man den Aussichtsturm nicht verpassen sollte.

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