Bergisches Land Nordrhein-Westfalen Wandern

Runde bei Holpe im Oberbergischen

Aufgrund einer Empfehlung aus der Zeitung ...

AUTOR : Helmut Wegmann            GESCHÄTZTE LESEZEIT : 4 Minuten, 6 Sekunden

   Blick auf Holpe auf dem Rückweg

Neulich, an einem regnerischem Sonntagmorgen, lasen wir wie üblich beim Frühstück unseren Kölner Stadtanzeiger. Im Magazinteil wurde eine Wanderung im Oberbergischen bei Holpe empfohlen. Das Ganze klang recht vielversprechend, ca. 10 km und keine großen Steigungen. Also besorgte ich mir den Track auf der im Artikel angegebenen Internetseite.

Gelaufen am        :
2021-05-30 (Sonntag)
Start                     :
11:15
Streckenlänge     :
10.6 km
Steigung              :
300 m (↓↑)
Eingabe f. Navi   :
Holpe (bei Google-Maps)
GPX Track            :
Parken                 :

Nachdem das Wetter besser geworden war, kramte ich gestern den Track raus und wir fuhren los in Richtung Holpe. Ursprünglich hatte ich geplant die Wanderung in Erblingen zu starten, da man, von der A4 kommend, dort eh durchfährt und sich so die letzten 3 km Autofahrt sparen kann. Gut gedacht ist noch lange nicht gut gemacht. In Erblingen gab es keinen Parkplatz und so fuhren wir doch noch die letzten Kilometer nach Holpe. Dort fanden wir direkt hinter der evangelischen Kirche einen Parkplatz und starteten von dort unsere Wanderung entgegengesetzt zum Uhrzeigersinn.

Schmucke Fachwerkhäuser im Zentrum von Holpe

Nach Überquerung des Holper Baches, noch im Ort, versuchte ich zunächst eine kleine Abkürzung die sich aus meiner Open-Street-Map Karte ergab. Der Weg war aber nicht gangbar / vorhanden so daß wir zu Straße zurück kehrten und den ursprünglichen Weg wählten. Dieser führte schon bald links ab, leicht bergauf in den Wald hinein.

 
Reinshagen heißt dieser Weiler
Blick über das Oberbergische Land bei Erblingen
Kleines Tal kurz vor Erblingen
Hinten auf dem Hügel liegt Erblingen
 
 
Am Rolshagener Bach

Ganz so einsam wir in dem Zeitungsartikel geschrieben war es dann doch nicht. Ursache hierfür war wohl der Artikel selbst. „Machen Sie auch die Wanderung aus dem Kölner Stadtanzeiger ?“, sprachen uns einige Wanderpärchen an. Viele hatten noch eine ausgedruckte Karte als Orientierungshilfe dabei. Mir leistete meine Wander-App auf dem Handy (MapOut) gute Dienste. Nach einigen Kilometern führte die Strecke über den Bergischen Panoramasteig, der mit einer gelben Markierung gut ausgeschildert ist.

Auf breiten Wegen ging es durch den Wald

Unterwegs gab es immer wieder einige Blümchen für mich zum fotografieren. Auch ein Maikäfer weckte mein diesbezügliches Interesse. Das Tier war aber wohl schon mehr tot als lebendig, denn es machte keinerlei Anstalten meiner Linse zu  entfliehen. Nach jeder Foto-Aktion mußte ich mich wieder spurten, Petra war heute gut in Form und sie schwang die Beine was das Zeug hielt.

 
Maikäfer - krabbeln konnte der nicht mehr
Ginster gab es unterwegs reichlich
Auch der Klee blühte schon
Gänseblümchen
Vermute mal Vergissmeinnicht
Galloway Rind
Kühe sahen wir natürlich auch

Die Wanderung verläuft auf breiten, bequemen Wegen mit wenig Steigung durch abwechslungsreiches Gelände. Besonders das Holper Bachtal, das später in das Rolshagener Bachtal übergeht, hat uns gut gefallen. Es hatte nunmehr schon mehrere Tage nicht mehr geregnet und die Wege waren wenig bis gar nicht vermatscht.

Da der Borkenkäfer in den Fichtenwäldern des Oberbergischen Landes deutliche Spuren hinterlassen hatte, war hier einiges an Abholzungsarbeiten fällig geworden. Die dabei verwendeten Maschinen hatten ihre Spuren hinterlassen und offensichtlich müssen einige unserer Wege während der letzten Regenphase nur schlecht passierbar gewesen sein.

Nach etwas mehr als der Hälfte unserer Wanderung kamen wir in Erblingen an, wo ich zu Beginn mit meiner Parkplatzsuche gescheitert war. Hinter Erblingen erreichten wir laut meiner Karte den Erblinger-Tuttel, mit 345 m den höchsten Punkt unserer Wanderung. Dort gab es eine schöne Bank mit Panoramablick über das Bergische Land. Leider belegt. Macht nichts, auf der gesamten Wanderung gab es unterwegs ausreichend Bänke. So auch hier. Nur 300 m weiter fanden wir ein Plätzchen, mit zwar nicht ganz so schöner Aussicht aber trotzdem ganz nett am Waldrand gelegen. Dort verzehrten wir unsere „Bütterchen“ und stärkten uns für die letzte Etappe.

Kath. Kirche in Holpe

Diese führte uns durch ein weiteres schönes, aber namenloses Bachtal zurück nach Holpe. Kurz vor dem Ort mußten wir, unter leisen Protesten von Petra, nochmals bergauf. Wäre laut Karte eigentlich nicht nötig gewesen, lohnt sich aber auf alle Fälle denn von dem kleinen Hubbel den man dabei erklimmt hat man wieder eine tolle Aussicht. Diesmal auch mit freier Bank. Von dieser Bank aus ist denn auch das Beitragsbild im Sitzen entstanden.

Im Ort angekommen gab es noch einige Bilder von den schönen Fachwerkhäusern bevor wir die Rückfahrt antraten. Diese verlief glatt in einer guten Stunde. Am nächsten Morgen las Petra in der Zeitung von einem Unfall mit langem Stau auf der A3, der kurz nachdem wir dort durchgefahren sind passiert sein mußte.

Da weder Petra noch ich wußten was ein  Tuttel ist (so hieß der der höchste Punkt der Wanderung) und ich doch recht neugierig bin, mußte das von mir „gegoogelt“ werden. Wen es interessiert schaut bitte hier.

Fazit : Die Wanderung kann ohne Einschränkungen empfohlen werden. Nur dem Marschproviant muß man mitbringen.

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