Bergisches Land Nordrhein-Westfalen Wandern

Runde mit Aussicht : Drabenderhöhe

Gelungener Mix aus Feld und Wald

AUTOR : Helmut Wegmann            GESCHÄTZTE LESEZEIT : 3 Minuten, 53 Sekunden

   Blick auf den Ort Drabenderhöhe

Ca. 3 ½ stündige Rundwanderung im Oberbergischen Land südlich der A4.

Gelaufen am        :
2019-06-06 (Freitag)
Start                     :
08:35
Streckenlänge     :
13.7 km
Steigung              :
220 m (↑↓)
Link zu GPSies    :
GPX Track            :
Eingabe f. Navi   :
Ev. Kirche Drabenderhöhe (bei Google-Maps)
Parken                 :

Nach unserer letzten Wanderung am Rhein war wieder mal die bergische Hügellandschaft dran. Aus dem von mir viel genutzten Rother : Bergisches Land wählte ich die Nr. 33.  Ich möchte die 50 dort beschriebenen Wanderungen mal alle ablaufen. Bisher habe ich bereits ca. 30 geschafft.

Die Wanderung ist ein typischer Rundweg westlich des Ortes Drabenderhöhe. Mal ehrlich, wer von Euch Lesern kennt diesen Ort ?? Ich hatte zuvor noch nie was von ihm gehört. Es gibt ihn schon seit dem Mittelalter. Bis in die 60-er Jahre hatte er lediglich etwa 600 Einwohner. Heute sind es über 3000. Hierzu trug im Wesentlichen die Ansiedlung vieler Siebenbürger Sachsen bei. Man sieht, auch vor 50 Jahren gab es schon Flüchtlinge.

Ich startete an der markanten mittelalterlichen Kirche und erreichte schon bald offene Wiesenlandschaften mit schönen Ausblicken über das Oberbergische Land.

Bei einem kleinen Fotostop passierte mich, freundlich grüssend, ein Wanderer strammen Schrittes. Ich machte mein Bild und marschierte hinterher. Bald gelang es mir ihn einzuholen. Als ich ihn auf seinen etwas grösseren Rucksack ansprach, erfuhr ich das, er eine Mehrtages-Tour machte. Er wanderte von Eisenach nach Köln, was gut 2 Wochen dauern würde. Wir kamen ins Gespräch und ich erfuhr etwas über den Elisabeth Pfad. Davon gibt es drei Stück in Deutschland und alle enden an der Elisabethenkirche in Marburg. Sie starten jeweils in Eisenach, Frankfurt bzw. Köln. Er wanderte von Eisenach nach Marburg und von dort den dritten Elisabethen Pfad in umgekehrter Richtung nach Köln. Seine nächste und letzte Etappe vor Köln war Overath.

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Plaudernd verging die Zeit wie im Fluge. Aber nach gut 4 km gemeinsamer Wanderung mußten wir uns verabschieden. Sein Weg ging weiter in Richtung Köln und meiner führte mich zurück nach Drabenderhöhe. Ich kann da nur sagen: Hut ab. Eine 600 km lange Streckenwanderung ist schon ein schönes Stück, zumal auch er schon im Rentenalter war. Seine Tagesstrecken lagen alle zwischen 20 und 30 Kilometer.

Nachdem ich nun wieder alleine unterwegs war fing ich wieder an etwas mehr zu fotografieren. Mein 105-er Makro kam aus dem Rücksack raus auf die Kamera. Am Wegesrand lockten viele Blümchen die von von mir abgelichtet werden wollten. Leider war es recht windig und die konnten alle nicht so richtig still halten. Daher war die akzeptable Ausbeute recht gering :

Das eine der abgelichteten Blumen eine Kuckucks-Lichtnelke ist war mir natürlich vor Ort unbekannt. So gut kenne ich mich da nun wirklich nicht aus. Bestimmt wurde das mit Flora Incognita zu Hause durch Abfotografieren des Blütenbildes am PC-Monitor.

Auf meinem „Rückweg“ kam ich an den Weilern Schalken, Büddelhagen und Verr vorbei. Bei Schalken sah ich die ersten Pferdekoppeln, es sollten noch weitere folgen. Zwischen Schalken und Büddelhagen gab eine längere Waldpassage die um den Heckberg (384 m hoch) führte. Der Wanderweg verlief größtenteils parallel zu einem Waldweg der von Waldmaschinen komplett zerstört war. Die hatten sich dort tief in den Matsch eingegraben und dieser Weg wäre für Fußgänger aber auch normale Geländewagen unpassierbar.

Im z.T. recht dunklen Nadelwald erschreckten mich gelegentlich Geräusche. Huch da war doch was !! Und jetzt schon wieder ?? Nichts war zu sehen. Nun war es passiert, ein Tannenzapfen traf meinen Kopf und ich wußte was los war. Der Waldboden war von Zapfen übersät und es windete stark. Da kamen die halt irgendwann mal runter.

Kurz vor Büddelhagen ging es dann raus aus dem Wald der fallenden Tannenzapfen. Wieder gab es schöne Aussichten über die weite Landschaft. Der Weg ging dabei auch über dichte Wiesen, war wenig ausgetreten und meine Füsse wurden etwas nass. Besser als die ganze Zeit auf Asphalt laufen !!

In Verr gibt es mit dem Waldhaus Eck ein schönes Hotel / Restaurant, welches von aussen eine guten Eindruck machte. Kurz vor meiner Ankunft in Drabenderhöhe sah ich, das es sie auch hier gibt : Kühe. Eine davon glotzte mich so neugierig an, das sie gleich fotografiert wurde :

Neugierige Kuh kurz vor dem Ziel

Wieder an der Kirche in Drabenderhöhe angekommen, wurde diese erst mal abgelichtet und anschließend gab es zur Belohnung noch ein Butterbrot bevor ich mich auf die Heimreise machte. Ach ja, einen weiteren Vorteil hat diese Wanderung : sie beginnt nur wenige Kilometer von der Autobahnabfahrt entfernt, so daß eine lange Gurkerei über kleine Landsträßchen entfällt.


Mein Fazit : Die Wanderung hat mir sehr gefallen. Wald, Feld und Wiese können in stetigem Wechsel genossen werden. Die Ausblicke über das Bergische Land begeistern mich immer wieder. 

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  1. Hey Onkel,
    Du machst das wirklich toll! Ich bin immer sehr amüsiert, wenn ich Deinen Block lese!
    Sehr lustig geschrieben! 🙂
    Finde ich gut, weiter so!!!
    Liebe Grüße, Heike

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