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Runde bei Strahlungen in der Rhön

 Unsere erste Extratour in der Rhön

AUTOR : Helmut Wegmann            GESCHÄTZTE LESEZEIT : 3 Minuten, 44 Sekunden

   Rhön - Land der offenen Fernen

Irgendwie hatten wir es satt uns die Hochwasser bedingten Müll- und Abfallberge in Leichlingen anzuschauen. Da der Wettergott mitspielte, fuhren wir für eine Woche zum Wandern in der Rhön nach Bad Kissingen.

Gelaufen am        :
2021-08-11 (Mittwoch)
Start                     :
10:30
Streckenlänge     :
14.8 km
Steigung              :
315 m (↓↑)
Eingabe f. Navi   :
keine (bei Google-Maps)
GPX Track            :

Seitens der Rhön GmbH, hinter der wohl das Land Thüringen steht, wird eine hervorragende Website, Die Rhön, betrieben. Dort suchte ich uns einige für uns geeignete sog. Extratouren raus und lud mir die entsprechenden Tracks runter.

Unsere erste Wanderung sollte die Extratour bei Strahlungen sein. Sie startet laut Tourenbeschreibung an einem Parkplatz an der Schlegelwarte, einem mittelalterlichem Signalturm. Die Warte gibt es bei Google Maps zwar, aber der Parkplatz ist dort nicht drin. Versuche den Turm per Navi zu finden scheiterten und so suchte ich uns anhand der Karte den Weg in Richtung Schlegelwarte.

Vor Ort war da nichts ausgeschildert und so parkten wir kurz hinter der Brücke des Strahlungener Weges über die B 287 in der Einfahrt eines befahrbaren Feldweges. Dort starteten wir unsere Wanderung.  Nach einem knappem Kilometer erreichten wir den Aussichtsturm. Und ja, es gab  dort tatsächlich einen Wanderparkplatz, genau so wie auf der Website beschrieben. Auf meiner Karte habe ich den gekennzeichnet und wer die Wanderung macht sollte auch den Mut aufbringen auf dem Feldweg durchzufahren. Wegen unserem neuen Wagen (Stichwort Hochwasser, der alte war abgesoffen) fehlte mir die Traute für den off-road Weg.

 
Parkplatz am offiziellem Startpunkt der Wanderung
Blick auf Strahlungen
Aus der Ferne leuchtete es aus wie ein Rapsfeld
Eins von vielen Sonnenblumenfeldern
Abgeerntetes Kornfeld am Ende der Wanderung

Den Turm sollte man auf alle Fälle besteigen, hat man doch von dort eine tolle Aussicht über die Rhön. Das letzte Teilstück zur Aussichtsplattform ging über eine Leiter und war recht eng, so daß ich meinen Rücksack ablegen mußte.

Nach dem Abstieg vom Aussichtsturm wanderten wir los in Richtung Strahlungen. Der Weg führte meist über offenes Gelände und bot tolle Aussichten über das weite Land. In Strahlungen machten wir einen kleinen „side-step“ zur dortigen katholischen Pfarrkirche mit ihrem schönem Zwiebelturm.

Der Wanderweg war zwar gut beschildert aber nicht immer durchgängig. Gelegentlich wich er etwas von dem runter geladenem Track ab. Daher folgten wir im Zweifelsfall immer dem Track. Daher verpassten wir auch die auf der Website als Bild dargestellte Aussichtsplattform am Steinbruch von Strahlungen. Den Steinbruch sahen wir nur aus der Ferne. Da einige Schilder vor Sprengarbeiten warnten, hielten wir uns auch fern davon.

Fasziniert waren wir von den vielen Sonnenblumenfeldern, die in voller Blüte standen. So etwas haben wir im Bergischen Land und in der Eifel bis jetzt noch nicht so schön gesehen. Gegen Ende unserer Runde ging es vermehrt durch Wald. Erfreulich das sich die Borkenkäfer Schäden hier in Grenzen hielten. Es gab hier viel mehr Laubbäume, tote Nadelbäume sahen wir nicht. Was wir auch nicht sahen waren andere Wanderer, lediglich am Ende der Runde, kurz bevor wir wieder die Schlegelwarte erreichten, begegnete uns eine Familie mit 2 Kindern und 2 Hunden die hier ihre Runde drehten.

Als wir an unserem Wagen ankamen hatten wir knapp 15 km auf dem Buckel bzw. in den Füssen. Trotzdem unternahmen wir noch einen Abstecher nach Bad Neustadt an der Saale. Dort sollte es eine schöne Altstadt geben.

Mit dem Parkplatz hatten wir dort mehr Glück als bei unserer Wanderung. Wir fanden einen Tiefgaragenplatz unter der Altstadt der auch für größere Wagen als unseren TROC geeignet wäre. Das Ganze alles in hellen freundlichen Farben gehalten mit großzügigen Rangiermöglichkeiten. Wer öfters mal in Köln oder Düsseldorf ein Parkhaus aufsuchen mußte, versteht warum ich hier so enthusiastisch über ein Parkhaus schreibe.

Marktplatz in Bad Neustadt

In der Altstadt gefiel uns der Marktplatz am besten, aber auch die Rundwanderung entlang der Außenmauer des mittelalterlichen Stadtkernes lohnt sich. Am frühen Abend gönnten wir uns dann am Marktplatz bei einem „Italiener“ uns eine kleine Belohnung. Am Ende des Tages hatte Petra 19 km auf Ihrem Armband und sagte eine Wanderpause für den nächsten Tag an.

Fazit : Schöne Rundwanderung auf einfachen Wegen mit tollen Fernblicken. Am besten zur Zeit der Sonnenblumenblüte.

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  1. Andreas Krehling

    Ich kenne die hessische Rhön von meiner Schulzeit in Fulda. Es geht mir nun schon seit Monaten durch den Kopf, doch mal für ein verlängertes Wochenende hinzufahren und zu wandern. Da kommt mir ihr Artikel doch gerade recht!
    Mal sehen welche Touren noch kommen und dann wandere ich einfach eine nach! Vielleicht schon diese erste hier!
    VG Andreas Krehling

    • Helmut Wegmann

      Viel Spaß beim Nachwandern. Von mir kommen noch drei weitere Wanderungen, aber auch auf der angegebenen Website gibt es massig Vorschläge. Dort sind auch verstärkt Wanderungen vertreten die uns zu lang sind (länger als 14 km).
      LG Helmut Wegmann

  2. Peter Steller

    Seit 2005 verbringen meine Frau und ich unseren Urlaub vorwiegend in der hessischen oder bayrischen Rhön. Schöne Orte für Übernachtungen und als Ausgangspunkte für tolle Wanderungen sind Gersfeld (Hessen) und Ostheim vor der Rhön (Bayern). Auf jeden Fall lohnt sich dann auch ein Abstecher nach Thüringen, etwa nach Schmalkalden mit der wunderbaren Altstadt.
    LG Peter Steller

    • Helmut Wegmann

      Die Rhön hat uns sehr gut gefallen und wenn die Wetterprognose besser gewesen wäre, hätten wir sicherlich noch eine Woche verlängert. So werden wir nochmal wiederkommen. Danke für die Tips zu den alternativen Standorten.
      LG Helmut Wegmann

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