Bergisches Land Nordrhein-Westfalen Wandern

Große Runde in Solingen Wald

Hier wird die Stadt von der Natur umzingelt.

AUTOR : Helmut Wegmann            GESCHÄTZTE LESEZEIT : 3 Minuten, 36 Sekunden

   Waldweg im Lochbachtal

Heute wollte ich mal nicht so weit fahren wie bei den letzten Wanderungen. Da traf es sich ganz gut das von irgendwoher im www noch eine Wanderung in Solingen auf meiner Festplatte schlummerte. Es sollten laut Track immerhin über 15 km sein, daher war Petra nicht mit dabei.

Gelaufen am        :
2022-03-07 (Montag)
Start                     :
11:15
Streckenlänge     :
16.9 km
Steigung              :
320 m (↓↑)
Eingabe f. Navi   :
Solingen Bahnhof (bei Google-Maps)
GPX Track            :
Parken                 :

Die Rundwanderung kann vom Bahnhof in Solingen gestartet werden und führt durch das Lochbach- und Ittertal. Der Bahnhof war von Leichlingen aus schnell erreicht und ausreichend Parkplätze gab es dort auch. Zum Glück habe ich immer genügend Münzgeld im Auto deponiert um eventuelle Parkgebühren zu entrichten. War hier ganz nützlich, denn Scheine oder EC-Karte wurde nicht akzeptiert. Für bargeldloses Zahlen wurde auf eine App verwiesen. Das wäre nun wirklich das allerletzte das ich mir mein Handy noch mit diversen Parkplatzgebührenbezahlapps zu müllen würde.

Für den Einstieg zur Rundwanderung mußte ich vom Bahnhof aus zur Bahnunterführung der L85 laufen. Kurz dahinter lag dann der Einstieg in das Lochbachtal. Die Runde wurde von mir entgegengesetzt zum Uhrzeigersinn gewandert.

Schwupp die wupp hatte ich die Stadt hinter mir gelassen und befand mich im Wald. Schließlich heißt dieser Ortsteil von Solingen auch Wald. Das passt hier wirklich. Es waren überwiegend Laubbäume, also nix mit Borkenkäfer. Da die Blätter noch jahreszeitbedingt fehlten hatte ich einen guten Durchblick durch den Wald auf die umliegende Gegend.

 
Blick über das Lochbachtal
Brücke über den Lochbach
Die sah ich öfters - einfach zu oft
Am Lochbach

Die einzige Fichte die ich bewußt zu Gesicht bekam lag gegen Ende des Lochbachtales quer über dem Wanderweg. Links oder rechts daran vorbei ging nicht, da war der Bach oder es ging zu steil rauf/runter. Also zog ich meinen Rücksack aus und krabbelte auf allen Vieren drunter durch. Drüber klettern war nichts für einen Herrn meines Alters. Ein etwas jüngerer Wanderkollege der mir entgegen kam war noch sportlich genug für eine Kletterpartie, sah sicherlich eleganter aus als meine Krabbeleinlage.

Gegen Ende des Lochbachtales führte die Wanderung durch die Kleingartenanlage Lehner Straße in Wald. Die machte einen gepflegten Eindruck und bot auch eine schöne Aussicht auf die gegenüberliegende Talseite.

In Wald führte die Runde dann auf einer kurzen Strecke durch den Ort. Vorbei an dem sehr großen Schulzentrum Vogelsang und dem Botanischen Garten erreichte ich die nördlichen Ausläufer von Wald und die Korkenziehertrasse. Von hier aus hatte ich eine schöne Aussicht über die Felder in Richtung Haan.

 
Ich krabbelte unten durch
Absperrung im Lochtal
Bauernhof bei Eschbach
In der Kleingartenanlage bei Wald
Aussicht in Richtung Haan

Die zum Radweg umgebaute, ehemalige Bahntrasse ließ ich schon bald hinter mir und wanderte bergab nach Eschbach. Hier erfolgte der Einstieg in das Ittertal welches nun bachabwärts durchwandert wurde.

Am schönsten fand ich den kleinen, als Naturschutzgebiet ausgewiesenen See unterhalb des Klärwerkes Solingen-Gräfrath :

Der Weg verlief auf der rechten Talseite, leicht erhöht und ich konnte von oben die Attraktionen des Ittertales bewundern. Es gibt dort einen Märchenpark, eine Eislaufbahn und ein Schwimmbad. Die ganze Anlage machte auf mich allerdings einen leicht abgewirtschafteten Eindruck. Nun denn, ich fand noch eine schöne, sonnenbeschienene Bank auf der ich mein „Mittagsmahl“ zu mir nahm. Nach 12 km hatte ich mir ein kleines Päuschen verdient.

Positiv erwähnenswert fand ich noch die Heidberger Mühle. Das alte Haus ließ mich zur Kamera greifen und anschließend las ich die Speisekarte, sah ganz ordentlich aus.

 
Kurz vor Keusenhof mußte ich auf den warten
An der Ortsgrenze von Haan und Solingen
Fachwerkhaus im Ittertal
Etwas nördlich von Ohligs

Frisch gestärkt machte ich mich auf die letzten, fehlenden Kilometer. Die gesamte Wanderung verlief auf bequemen Wegen und wies nur selten steilere Stellen auf. Obwohl mitten in der Woche waren doch einige Leute unterwegs. Es überwogen die Hundebesitzer und Jogger. An Radfahrern begegneten mir nur zwei oder drei.

Negativ auffallend fand ich die zahlreichen, herrenlos zurückgelassenen Elektroroller. Mindestens ein Dutzend sah ich irgendwo herum stehen oder liegen. Eins stand mitten auf einem Waldweg.

Fazit : Erstaunlich wie viel Natur es so stadtnah gibt. Der Solinger Ortsteil Wald trägt seinen Namen zu Recht. 

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