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Köln : zwischen Westfriedhof und Fort III

 

AUTOR : Helmut Wegmann            GESCHÄTZTE LESEZEIT : 3 Minuten, 32 Sekunden

   Ein von zahlreichen Wiesenflächen im Kölner Grüngürtel

Ebenso wie am letzten Ostersonntag sollte es heute erneut für eine Stadtwanderung nach Köln gehen. Der ausgewählte Track zwischen Westfriedhof und Fort III versprach überwiegend Wald und Wiese und nur wenig Asphalt. Er stammte, ebenfalls wie unsere ostersonntägliche Strecke, aus dem Rother Köln – Bonn.

Gelaufen am        :
2023-04-15 (Freitag)
Start                     :
11:26
Streckenlänge     :
12,1 km
Steigung              :
keine Steigungen
Eingabe f. Navi   :
Bezirkssportanlage Bocklemünd (Google-Maps)
GPX Track            :
Parken                 :

Die Rundwanderung kann an verschiedenen Stellen gestartet werden. Wir entschieden uns für einen Start an der Bezirkssportanlage Bocklemünd, den dortigen Parkplatz fand ich auf Google Maps. Er ist von der Autobahn aus gut zu erreichen. Ebenfalls als Startpunkt geeignet wäre noch ein Parkplatz an der Johannes Straße am nördlichsten Punkt der Wanderung, aber auch am Westfriedhof könnte man die Runde gut starten. Hier gibt es auch einen Straßenbahnanschluss.

Nun denn, wir starteten halt am Parkplatz der Bezirkssportanlage in dessen Einfahrt ein enges Tor den Parkplatz für LKW’s oder Wohnmobile wirksam blockierte. Nach dem Überqueren der Hugo-Eckener Straße mußten wir zunächst etwas nach dem Einstieg in ein kleines Wäldchen suchen, um die viel befahrene Strasse hinter uns zu lassen.

 
Mein erstes Buschwindröschen in 2023
Eingang zum Westfriedhof
Erste Kirschblüten

Nachdem wir eine kleines, zu dieser Jahreszeit noch lichtes Wäldchen durchquert hatten, erreichten wir eine riesige Wiesenfläche auf der wir unserer Wanderung fortsetzten. Die Wiesen im Kölner Grüngürtel werden alle gemäht, verbleiben aber weitgehend naturbelassen. Die Wege sind oft noch vollständig mit Gras bewachsen und nur gelegentlich etwas ausgetreten. Nach gut 500 m kamen wir an den ersten blühenden Obstbäumen vorbei.

Nach der Wiese folgte ein kurzes Wegstück durch eine Wohnsiedlung in Bocklemünd. Die Strecke ging kreuz und Quer durch die Siedlung und ohne den Track und meine Navi-App wären wir „verloren“ gewesen.

Den Westfriedhof betraten wir durch seinen Haupteingang an der Venloer Straße. Laut Wikipedia (siehe Link) gibt es dort über 45 000 Grabstätten. In vielen davon fanden Opfer des 2. Weltkrieges ihre letzte Ruhestätte, vor allem verstorbene Kriegsgefangene und Opfer des Bombenkrieges. Auch an zahlreichen Gräbern von Mitbürgern muslimischen Glaubens kamen wir vorbei. Besonders betroffen war ich von der Grabstätte eines nur 6 Jahre alt gewordenen, kurdischen Mädchens, dessen Eltern einen Grabstein in Form eines aufsteigenden Schmetterlings gewählt hatten.

 
Allee zur Trauerhalle im Westfriedhof
Ausgang aus dem Wald am Fort III

Etwas nachdenklich und auch traurig überquerten wir die Militärringstrasse und wanderten auf einem schmalen Grüngürtel durch den Ortsteil Mengenich. Hinter Mengenich kam dann die nächste große Wiese die es zu bewandern galt. Es waren hier zwar einige Spaziergänger unterwegs, aber aufgrund der großen Ausmaße der Freifläche verlief sich das alles. An der Johannes Straße bogen wir rechts ab und wanderten in einen Wald hinein der nun die Fläche des ehemaligen Fort III bedeckt.

Das Fort war Bestandteil eines Festungsringes der von den Preußen im 19. Jahrhundert um Köln herum angelegt wurde. Entsprechend den Bedingungen des Versailler Vertrages wurden diese Festungsanlagen in den 20-er Jahren des letzen Jahrhunderts geschliffen. Die letzten Überreste verschwanden wohl in den 60-er Jahren. Als wir durch den Wald wanderten, war von einem Fort nichts mehr zu erkennen. Lediglich anhand einiger Erdhügel konnte man Verteidigungsanlagen erahnen. Der Weg durch den Wald ging kreuz und quer, die Wege waren nicht gekennzeichnet und wir waren froh als wir wieder offenes Gelände mit schönen Wiesen erreichten.

Gegen Ende der Wanderung hätten wir gerne eine Sonnenbank für unserer Mittagspause gefunden, aber es war wie so oft : auf der ersten Hälfte unserer Runde kam eine Bank nach der anderen und auf den letzten 4 km sahen wir nicht eine einzige. So verzehrten wir  unseren Marschproviant im Auto auf unserem Parkplatz bevor wir die Rückfahrt antraten.

Fazit : Erstaunlich das man 12 km durch Köln laufen kann und sich überwiegend auf Wiesen und in kleinen Wäldchen bewegt.

 

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