Eifel Nordrhein-Westfalen Wandern

Rursee – Heimbach – Abtei Mariawald – Vogelsang

 

AUTOR : Helmut Wegmann            GESCHÄTZTE LESEZEIT : 4 Minuten, 47 Sekunden

   Ausblick über den Rursee

Kurze Panoramawanderung mit anschließender Rundfahrt um den Eifel Nationalpark.

Gelaufen am        :
2019-07-10 (Mittwoch)
Start                     :
10:30
Streckenlänge     :
7.7 km
Steigung              :
211 m (↑↓)
GPX Track            :


Eingabe f. Navi   :
Schmidt, Kirche (bei Google-Maps)
Parken                 :

1. Einleitung

Dies wird der letzte Tag unseres Eifel-Kurzurlaubes sein. Für den nächsten Tag war schon seit langem schlechteres Wetter vorhergesagt. So hatten wir schon von vorne herein für den Folgetag die Rückfahrt nach Leichlingen geplant. Daher wollten wir nur kurz wandern und ansonsten die Gegend mit dem Auto erkunden und dabei den ein oder anderen „Sight-Seeing“ Punkt anfahren.

2. Wanderung am Rursee

Aus dem Wanderführer Rother Eifel hatte ich die Nr. 7 von Schmidt nach Eschauel ausgesucht. Mit ca. 7 km ist sie kurz genug um anschließend noch einiges zu unternehmen. In Schmidt parkten wir auf dem Wanderparkplatz an der Kirche und liefen die ersten paar 100 m durch den Ort. Schmidt liegt auf einer Hochebene und beim Verlassen des Ortes konnten wir sehen wie trocken die ganze Gegend hier war. Im tiefer gelegenen Monschau (unserem Quartier) war alles deutlich grüner.

Bald nachdem wir den Ort verlassen hatten, ging es in den Wald hinein. Dort führte der Weg beständig bergab und nach etwa einem Kilometer erreichten wir den ersten Aussichtspunkt. Hier lag uns der gesamte Rur-Stausee von der Staumauer oberhalb von Heimbach bis zu dem Sandstrand von Eschauel zu Füssen. Der Anblick war spektakulär und verzauberte uns sofort :

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Danach ging es weiter bergab bis zum Seeufer. Die Wegstrecke bergab wurde von zahlreichen Mountainbike-Tracks gekreuzt. Dabei wird ziemlich viel kaputt gefahren. Am Ufer entlang führte ein schöner, breiter Weg bis nach Eschauel. Unterwegs kamen wir an einigen Liegeplätzen für Segelboote vorbei. Da der Rursee nicht zur Trinkwassergewinnung herangezogen wird, ist er für Wassersport frei gegeben. So gibt es bei Eschauel ein kleines Strandbad an dem wir aber nicht vorbei schauten.

Hinter dem Parkplatz für das Schwimmbad mußten wir die schöne Strecke am See entlang leider verlassen und es hieß für uns : bergauf geht’s ! Zum Glück war es eine lang gezogene Steigung die nicht allzu steil war.

Auf dem Rückweg hatten wir nur ein kurzes Stückchen im Ort zu laufen bis wir wieder an Kirche und Auto ankamen.

3. Unterwegs in Heimbach

Von Schmidt nach Heimbach sind es nur 8 km. Nach ¼ Stunde Fahrt kamen wir dort an. Zufällig sah ich mitten im Ort einen freien Parkplatz auf den ich dann sofort einscherte. Wir stiegen aus und vertraten uns etwas die Füße. An einem Wegweiser sahen wir einen Hinweis zu einem Burgrestaurant. Da die Burg Hengebach das High-light von Heimbach sein dürfte, wollten wir da natürlich hin. Der Weg ging zunächst etwas an der Rur entlang bevor wir den Burgberg erklommen. Oben angekommen besichtigten wir die schöne Burg und genossen vom Burgturm aus die Aussicht über das Rurtal und den Ort. Nur mit dem Restaurant war es nicht so weit her. Unterwegs hatten wir zwar noch weitere Hinweisschilder auf das Restaurant gesehen, mehr aber auch nicht. Die hatten geschlossen und so wie das da aussah, lag die letzte Öffnung schon einige Zeit zurück. Überhaupt : auch viele der örtlichen Hotels und Restaurants machten eher einen toten Eindruck. Schade eigentlich, die ganze Gegend ist wirklich schön und hätte viel mehr Besucher verdient.

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Also stiegen wir den Burgberg wieder herab und fanden zum Glück noch ein Kaffee im Ort wo es auch noch einen leckeren Streuselkuchen gab. Auf der anschließenden, weiteren Fahrt zur Abtei Mariawald kamen wir an einem Aussichtspunkt vorbei. Dort machte ich einen sehr spontanen Stop bei dem das folgende Bild mit schöner Aussicht auf die Burg entstand :

Ausblick auf Heimbach und die Burg auf der Fahrt nach Mariawald

4. Abtei Mariawald

Von Heimbach aus erreichten wir die Abtei Mariawald in ca. 10 Min. In der Abtei leben keine Mönche mehr. Der Trappistenorden mußte das Kloster in 2018 wegen Überalterung der letzten Insassen und Nachwuchsmangel aufgegeben. Die Klosterbetriebe werden jetzt von einem Verein weiter geführt. Es gibt weiterhin einen grossen Parkplatz, einen Klosterladen, eine Gaststätte und eine Likörfabrik. Das ganze Gelände machte auch weiterhin einen gut erhaltenen, gepflegten Eindruck.

Kirche und Eingang zum Kloster

Gerne hätten wir das ehemalige Kloster auch besichtigt. Dies ist jedoch nur sonntags innerhalb einer Führung möglich.

5. Vogelsang IP

Zur Erklärung gleich vorab : das IP bedeutet Internationaler Platz. Vogelsang wurde in den 30-Jahren seitens der Nationalsozialisten als Ausbildungsstätte für deren Führungsnachwuchs errichtet. Das ganze Gelände hatte bzw. hat gigantische Ausmaße und zeugt für mich schon alleine dadurch vom Größenwahn dieser Ideologie.

Das Areal wurde nach dem Krieg von Belgiern militärisch genutzt. Heute ist es eine Gedenk- und Begegnungsstätte an der es verschiedene Ausstellungen zu besuchen gibt.

Einen negativen Beigeschmack erzeugten die unseres Erachtens nach unangemessenen Eintrittspreise. Das fing mit 4 Euro für einen Parkplatz an. Daran war kein Mangel, auf dem Gelände könnten Zehntausende parken. Die Besichtigung einer Ausstellung sollte ohne Führung 8 Euro kosten. Selbst für die Turmbesteigung sollte man noch 6 Euro berappen. Eine 4-köpfige Familie ist da schnell fast 80 Euro los.

Auch wenn wir nur zu zweit waren verzichteten wir trotzdem darauf und erkundeten das Gelände durch einen kleinen Rundgang. Beeindruckend bis einschüchternd war es schon, aber schön ist anders.

Mein Fazit : Phantastische Aussicht auf der Wanderung. Die anschließenden Ausflugsziele bieten sich für die Gegend wirklich an.

Hier eine Karte unserer kleinen Wanderung in Schmidt :

 

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