Reisen Übersee

Tips für Ausflüge auf Teneriffa

Was man da so alles machen kann wenn man nicht wandert.

AUTOR : Helmut Wegmann            GESCHÄTZTE LESEZEIT : 6 Minuten, 36 Sekunden

   Delfin-Show im Loro Park

Nach Teneriffa fährt man nicht nur zum Wandern ….

1. Einleitung

Auch in 2018 fuhren wir wieder zu den Kanarischen Inseln. Diesmal verschlug es uns für 4 Wochen nach Teneriffa. Von Mitte Februar bis Mitte März hatten wir im Hotel GF Noelia in Puerto de la Cruz Halbpension gebucht. Das Hotel kann bezüglich Lage und Service empfohlen werden, jedoch nicht bezüglich seiner Restauration. Wir erkundeten die Insel mit einem Mietwagen und machten dabei zahlreiche Wanderungen über die ich schon berichtet habe. Hier geht es jetzt um Ausflüge und Besichtigungen. Schließlich kann man ja nicht 4 Wochen lang jeden Tag Wandern.

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2. Garachico & Buenavista

Knapp 30 km südlich von Puerto de la Cruz liegt Garachico. Der Ort war bis zu einem Vulkanausbruch 1706 ein wichtiges Wirtschafts- und Handelszentrum. Als ein Lavastrom den Ort durchquerte und den Hafen verschüttete wurde dies beendet. Viele alte Häuser aus der Glanzzeit des Ortes zeugen von der großen Vergangenheit und locken heute die Besucher an.

Wir machten einen kleinen Spaziergang durch die Altstadt, besuchten einen kleinen botanischen Garten und pausierten bei Kaffee und Cappuccino am alten, baumbestandenen Zentralplatz.

Danach fuhren wir weiter nach Buenavista del Norte. Hier wollten wir eigentlich weiter zum Punta de Teno am äußersten Südwestzipfel der Insel. Die Zufahrt war aber für private PKW’s gesperrt und auch die Busverbindung hatte an unserem Besuchstag wegen des starken Windes einen Aussetzer (Info des Touristenbüros in Buenavista).

3. San Cristobal De La Laguna

La Laguna ist die alte Hauptstadt von Teneriffa. Die dortige Universität ist heute noch ein kulturelles Zentrum der Insel. Von Puerto de la Cruz kommt man über die Autobahn schnell dorthin. An der Avenida Caldo Sotelo gibt es eine Tiefgarage in der wir unseren Wagen stehen ließen. Von dort ist es nur einen Katzensprung bis in die Historische Altstadt.

Hier machten wir einen 2 bis 3 stündigen Rundgang. Dabei erstiegen wir auch den Kirchturm der Iglesia de la Concepcion. Von dem aus hat man eine tolle Aussicht bis zum nahegelegenem Anaga Gebirge. Auch die Kirche selbst wurde besichtigt. In einem der zahlreichen Strassenrestaurants stärkten wir uns mit Tapas bevor wir den Rückmarsch antraten. Von allen historischen Vierteln die wir auf Teneriffa sahen, hat uns das in La Laguna am besten gefallen.

4. Icod De Los Vinos

Icod liegt etwa 25 km von Puerto de la Cruz entfernt und ist auch per Bus gut erreichbar. Bekannt ist der Ort wegen seines 1000-jährigen Drachenbaumes (El Drago). Es gibt dort auch ein kleines Guanchen Museum welches sich mit den Ureinwohnern der Insel beschäftigt.

Bei Anfahrt mit dem Auto folgt man am besten der Beschilderung zum Guanchen Museum. Dieses ist am Rande eines Einkaufszentrums untergebracht. In dessen Tiefgarage wird man immer ein Plätzchen finden. Der Besuch des Museums lohnt sich auf alle Fälle und auch der Museumsshop ist den zwangsläufigen Besuch wert.

Der Drachenbaum und der Park in dem er sich befindet kann nun bequem zu Fuss erreicht werden. Der Baum ist sehenswert, aber schnell „abfotografiert“. Etwas mehr Zeit sollte man sich für den Park nehmen. Er ist sehr schön gelegen und mit viel Liebe gestaltet. Die 5 Euro Eintritt sind gut angelegt. Am Ende gab es in dem dem Park angeschlossenen Kaffee noch eine kleine Erfrischung. Danach machten wir noch einen Spaziergang durch die Altstadt des Ortes. Dabei erstanden wir in einem lustigen Ale-Hop Laden einige Mitbringsel für die Enkelkinder.

5. La Orotava

Auf dem Weg zum Teide Nationalpark fuhren wir mehrfach durch La Orotava. Ein einfaches Durchfahren würde diesem Ort nicht gerecht werden. Seine wunderschöne Lage oberhalb der Küste wurde schon von Alexander von Humboldt als angeblich schönstes Flecken der Erde gelobt. Nach einiger Sucherei fanden wir auch einen geeigneten Parkplatz und konnten die Altstadt dann zu Fuß erkunden.

Als erstes besuchten wir das Touristenbüro welches auch am Sonntag geöffnet hatte. Mit dem dort tätigem Herrn, er war in meinem Alter, unterhielt ich mich eine ganz Weile. Wir bekamen von ihm eine Karte anhand der wir dann unsere Runde drehten.

Zunächst stoppten wir am Plaza de la Constitucion wo es ein Sonntagskonzert gab. Dort gegenüber, an einem Hang gelegen liegt das Liceo de Taoro, ein Kulturhaus mit einem angeschlossenem kleinem Kaffee auf einer malerischen Terrasse. Dort ließen wir uns nieder und genossen für eine ganze Weile die tolle Aussicht. Danach erwanderten wir die Altstadt bis zum Casa de los Balcones. Auf dem Rückweg statten wir dem Rathaus und seinem Vorplatz einen Besuch ab. Hinter dem Rathaus ist ein kleiner Park in dem wir auch noch eine Runde drehten. Diese ganze Route hatte uns der nette Herr aus dem städtischen Touristen-Info vorgeschlagen. Was soll man sagen ? La Oretava darf man sich nicht entgehen lassen.

6. Tagesausflug nach La Gomera

Petra war vor 13 Jahren schon mal auf La Gomera, also wollte ich da auch hin. Von Teneriffa aus wird das als Tagestour angeboten, mit Busfahrt über die Insel incl. Verpflegung. Den von uns zuerst gebuchten Termin mußten wir krankheitsbedingt absagen. Petra hatte eine Erkältung mit 38 °C Fieber. Die Verschiebung wurde problemlos akzeptiert. Die ganze Organisation des Ausfluges wurde professionell gehandhabt, wie alles was ich bisher diesbezüglich in Spanien erlebt habe. Tourismus können die !

Es wurde ein langer Tag. Um 4 Uhr standen wir auf, im Hotel gab es ein verkürztes, frühes Frühstück und um 5 Uhr wurden wir von einem Bus abgeholt. Da wir nicht die Einzigen waren, fuhr der Bus erstmal einige weitere Hotels ab bevor er sich auf den Weg nach Los Cristianos auf der Südseite der Insel aufmachte. Um etwa 10 Uhr startete von dort unsere Fähre nach La Gomera. Die Überfahrt war ruhig und wir hatten vom Schiff aus eine schöne Aussicht aufs Meer und die beiden Inseln.

Nach  1 ½ h Überfahrt ging es in den Bus. Die Fahrerei auf La Gomera ist ziemlich kurvig und das Wetter war nicht das Allerbeste. Am schönsten fand ich den Lorbeerwald. Dort war es aber kalt, es regnete und tropfte von Überall. Das Mittagessen war dem Preis angemessen. Massenabfertigung halt, aber nunmal nicht anders machbar. Vor der Rückfahrt nach Teneriffa machten wir am Hafen eine kleine Kaffeepause. Nach einer weiteren Schiff-Bus-Kombi kamen wir abends um 8 Uhr im Hotel an. Alles in allem gut organisiert aber als Tagesausflug nicht zu empfehlen, weil man den ganzen Tag im Sitzen verbringt.

7. Orchideengarten in Puerto Cruz

Wenn man weder Bus noch Auto fahren möchte so bietet Puerto de la Cruz noch weitere Alternativen. Über den Botanischen Garten habe ich in einem separatem Beitrag berichtet.

Darüber hinaus gibt es noch einen kleineren, privat betriebenen Orchideengarten, der im Garten eines alten Herrenhauses errichtet wurde. Hier gibt es eine schöne Orchideensammlung, viele Blumen, einen schönen Teich und ein Gartenkaffee lädt zum Verweilen ein. Wir genossen dort in schattiger Ruhe einen leckeren Smoothie.

8. Loro Park

Der Loro Park liegt im Süden von Puerto de la Cruz. Es handelt sich um eine Art Zoo bei dem Tier-Shows im Zentrum stehen. Angefangen hatte das ganze mit Papageien Vorführungen (Loro = Papagei), bei denen diese allerlei Kunststückchen vollbringen.

Jetzt bietet man Delfin-Shows, See-Löwen Vorführungen und eine Orca-Show an. Wir waren bei den Delfinen, den Papageien und den Orcas. Das ganze ist schon sehr, sehr kommerziell, die Eintrittspreise (37 Euro) gesalzen und an jeder Ecke gibt es eine Imbiss- oder Pommes-Bude. Gefallen hat es uns schon, auch wenn gewisse Zweifel bezüglich der artgerechten Tierhaltung auftraten. Wirklich gut gemacht ist das Pinguinhaus und die diversen Aquarien. Besonders die Quallen dort hatten es mir angetan.

9. Sonstiges

Natürlich haben wir in 4 Wochen noch diverse andere Ausflüge gemacht. So waren wir in Los Gigantes an der Südküste, in Adeje an der Südküste und auch Masca im Teno Gebirge haben wir besucht. In Masca konnten wir nur durchfahren da es keinen Parkplatz gab (obwohl das Wetter eher bescheiden war). Darüber hinaus ist die berühmte Masca-Schlucht derzeit gesperrt. Die Altstadt von Adeje war die lange Anfahrt mit Sicherheit nicht wert.

Was man hier machen kann ist eine Auto-Rundfahrt von Puerto de la Cruz über Santiago Del Teide nach Los Gigantes. Von dort über Santiago nach Masca und dann von Masca über Buenavista del Norte zurück nach Puerto de la Cruz. 

Insgesamt würde ich vom Süden der Insel nur abraten. Es ist dort sehr, sehr trocken und sehr, sehr touristisch.

Fazit : La Laguna, Icod de los Vinos und  La Oretava wären meine Top-Tips. Aber auch der Loro Park, der Orchideenpark und Garachico sind sehenswert. Der Tagesausflug nach La Gomera ist nur etwas für Liebhaber des Busfahrens.

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