Bergisches Land Nordrhein-Westfalen Wandern

Rundwanderung bei Overath-Vilkerath

 

AUTOR : Helmut Wegmann            GESCHÄTZTE LESEZEIT : 4 Minuten, 41 Sekunden

   Morgendlicher Waldweg zwischen Vilkerath und Hohkeppel

Für ca. 4 Stunden unterwegs im Tal der Agger und auf den umliegenden Höhen.

Gelaufen am        :
2019-06-18 (Dienstag)
Start                     :
08:00
Streckenlänge     :
13.1 km
Steigung              :
331 m (↑↓)
Link zu GPSies    :
GPX Track            :
Eingabe f. Navi   :
Wanderparkplatz Vilkerath (bei Google-Maps)
Parken                 :

Zuletzt waren Petra und ich in der Eifel unterwegs, erst am Nachmittag waren wir gestartet. Klar das es nun wieder in das geliebte Bergische Land gehen würde. Aus meinem Kompass Wanderführer Bergisches Land hatte ich mir die Nr. 37 raus gesucht. Dies ist eine Runde um den Overather Ortsteil Vilkerath. Da es recht warm werden sollte, brach ich schon kurz nach 7 Uhr vom Frühstückstisch auf. Klar das ich dies so früh alleine machen mußte.

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Als Navi-Ziel hatte ich bei Google Maps Vilkerath, Wanderparkplatz angegeben. Der Kompass-Wanderführer machte diesbezüglich keine klaren Angaben. Den Wanderparkplatz hatte ich auf einer Karte bei Google Maps gefunden. Warum man ausgerechnet in einem Wanderführer einen Wanderparkplatz nicht angibt, verstehe ich auch nicht. Nun denn, als ich dort ankam war er geschlossen wegen einer Baustelle zur Neuerrichtung einer Strassenbrücke über die Agger. Ich fand ganz in der Nähe an der katholischen Kirche einen Parkplatz.

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Da ich tags zuvor ein bestelltes 14-40/4S Objektiv erhalten hatte, war die Wanderung meine erste Gelegenheit das neue Weitwinkel-Zoom auszuführen. Einige wenige der heutigen Bilder sind mit dem 105-er Makro entstanden, die meisten jedoch mit dem neuen Zoom.

Positiv an der Linse sind die geringen Abmessungen, das Gewicht (484 g), die plane Frontlinse mit 82 mm Schraubgewinde und die niedrige Naheinstellgrenze von nur 28 cm ab Sensorebene. Wie zu sehen sind damit auch formatfüllende Aufnahmen von nicht allzu kleinen Blüten möglich. Negativ ist die nicht so gute Abbildungsleistung bei 14 mm in den äußersten Ecken. Alles in allem : Für Wanderungen durchaus als „immer-drauf“ geeignet. Zur Sicherheit würde ich allerdings noch eine längere Brennweite zusätzlich einpacken.

Ich startete die Wanderung mitten im Ort und lief den Rundweg im Uhrzeigersinn. Bereits am Ortsausgang entstanden die ersten Blümchenbilder. Der anschließend zu durchquerende Wald war noch morgendlich frisch. Ein grosser Teil der Strecke verlief über den Liederweg, eine gut beschilderte Themenwanderung. Die hatten da unterwegs, mitten im Wald, ein Becken zum Wassertreten nach Kneip eingerichtet. Nach ca. 2 km kam ich am höchsten Punkt der Wanderung an. Im kleinen Örtchen Hohkeppel gab es einige Fachwerkhäuser und eine Kirche die noch aus dem Mittelalter stammte.

Hinter Hohkeppel wanderte ich zunächst über die Höhen und genoss die Aussichten über das Bergische Land. Danach verlief der Abstieg in das Agger Tal durch den Wald. Dabei wich ich etwas von dem vorgegebenen Track ab, da sich alternativ zu dem asphaltierten Weg ein kleinerer Waldweg anbot. Unten im Tal angekommen wurde die Bundesstrasse und eine Bahnlinie überquert und ich erreichte Schloss Ehreshoven. Das Wasserschloss ist offiziell nicht zugänglich. Ein grosses Tor war aber offen und im Innenhof waren Leute unterwegs, so daß ich mich traute kurz rein zu schauen. Die Anlage machte einen gepflegten Eindruck und wird vom Malteser Hilfsdienst genutzt.

Eingangsbereich vom Wasserschloss Ehreshoven

Hinter dem Wasserschloss ging es zunächst im Tal am Waldrand entlang. Nach einigen Teichen stieg der Weg langsam in Richtung Autobahn an. Diese wurde unterquert und es ging weiter bergauf. Oben angekommen kam ich wieder aus dem Wald raus und genoss den Fernblick. Kurz vor dem Weiler Rottland machte ich eine kleine Pause, verzehrte ein Butterbrot und sah einem Trecker zu, wie er das gemähte Gras zum Trocknen wendete.

Hinter Rottweil kamen plötzlich drei Rehe aus dem Wald heraus. Die machten schnell kehrt als sie mich bemerkten. Zum Fotografieren war ich, wie meistens in solchen Situation, viel zu langsam.

Die folgende Strecke durch das Schlingbachtal war der wohl schönste Abschnitt meiner Wanderung. Es ging in einem einsamen Tal am Waldrand entlang, schattig genug um mir von der steigenden Sonne nicht den Kopf verbrennen zu lassen, aber auch mit ausreichender Aussicht auf die umgebende Natur.

Fingerhut aus der Froschperspektive

Als ich auf eine Strasse stieß, bog ich auf dieser links ab und hatte ihr für ca. 500 zu folgen. Dann ging es rechts ab auf einen breiten Waldweg. Der vorgegebene Track führte zu dem Reiterhof Alemich, wobei aber unklar war wie es von dort weitergehen sollte. Die Trackspur auf dem Handy ging ins Nirwana. Kurz vor Erreichen des Hofes tauchten dann auch noch Warnschilder vor frei laufenden Hunden auf. Ich machte also kehrt und suchte mir anhand der Karte einen Weg. In einer Kurve ging es rechts runter ins Tal auf einem etwas zugewachsenen Weg. Später, wieder zu Hause, las ich in dem Wanderführer das dies der richtige Weg sei. Schade, wieso denn nur im Buch und nicht auch auf dem Track ??  Überhaupt, allzu genau war der nicht. Die Abweichungen von den Wegen auf der Karte waren beachtlich.

Den Track, den ihr von dieser Seite runter laden könnt, ist deutlich genauer. Ich habe zunächst mal alle überflüssigen Punkte von Pausen, Fotostops etc. gelöscht. Anschließend habe ich den Track mit der Funktion „Schnapp auf Wegnetz“ an den Wegeverlauf angepasst. Meine Handy App MapOut bietet diese schöne Möglichkeit mit der dann immer klar ist welcher von mehreren, nahe beieinander liegenden Wegen gemeint ist.

Als ich von weitem die Autobahn hören konnte, wußte ich das ich auf dem richtigen Weg war. Die A4 wurde an einer großen Brücke unterquert. Danach ging es mittels einer Fußgängerbrücke über die Agger. Nebendran gab es eine Baustelle an der eine neue Strassenbrücke über die Agger errichtet wurde. Diese Baustelle war auch der Grund warum der Wanderparkplatz geschlossen war. Nach 4 Stunden incl. Pausen kam ich wieder an meinem Wagen an. Gut das ich so früh gestartet war, den mittlerweile waren es 28 °C und ich begann bereits mächtig zu schwitzen …


Mein Fazit : Abwechslungsreiche Wanderung mit schönen Wald- und Feldpassagen. Unterwegs keine Einkehrmöglichkeit.

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